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Erste schriftlichen Dokumente

Die Büttger Bruderschaft besitzt auch mit die ältesten Bruderschaftsbücher des hiesigen Raumes. Für die Zeit seit dem Jahre 1742 sind sie unersetzliche Nachweise für das Leben in der Pfarrgemeinde und in der Bruderschaft.
Das erste der vorhandenen Bruderschaftsbücher trägt den Titel: "Dieß Buch der Bruderschaft S. SEBASTIANI in Büttgen und Kleinenbrochs RENOVATUM den 17. February 1742".

Die Büttger Bruderschaft besitzt auch mit die ältesten Bruderschaftsbücher des hiesigen Raumes. Für die Zeit seit dem Jahre 1742 sind sie unersetzliche Nachweise für das Leben in der Pfarrgemeinde und in der Bruderschaft.
Das erste der vorhandenen Bruderschaftsbücher trägt den Titel: "Dieß Buch der Bruderschaft S. SEBASTIANI in Büttgen und Kleinenbrochs RENOVATUM den 17. February 1742".

Die Bezeichnung des Buches läßt erkennen, das es zu einem Zeitpunkt angelegt worden ist, zu dem sich Büttgen und Kleinenbroich nur noch eingeschränkt als gemeinsame Pfarrgemeinde, sondern schon als zwei mehr oder weniger selbständige Orte verstanden. In den nächsten Jahrzehnten war denn auch die Geschichte der Bruderschaft ebenso wie die Geschichte der Pfarrgemeinde im wesentlichen von den Bestrebungen der Ortschaft Kleinenbroich um Selbständigkeit von Büttgen gekennzeichnet.

Es wird angenommen, daß der seit 1733 als "Ludimagister et Organistus" in Büttgen als Lehrer tätige Peter Witthoff das Buch angelegt hat und der Schreiber der grundlegenden ersten Eintragungen war. In Kleinenbroich legte der Lehrer Petrus Kahmberger im Jahre 1748 ein zweites Bruderschaftsbuch auf der Grundlage der Büttger Vorlage und in teilweise wörtlicher Übereinstimmung an, das aber in Verlust geraten ist.

Die Bemerkung "renovatumt" auf der Titelseite des Büttger Bruderschaftsbuches könnte zwar auf eine Wiederbegründung der Bruderschaft hindeuten; sprachlich liegt aber die Auslegung wesentlich näher, daß (nur) das Bruderschaftsbuch neu angelegt worden sei. Hierfür spricht gerade auch die Tatsache, daß das Bruderschaftsbuch des Jahres 1742 einleitend die damals geltenden Statuten der Bruderschaft enthält, und zwar mit dem ausdrücklichen Hinweis, daß keinesfalls jetzt eine neue Bruderschaft eingerichtet werde, sondern daß es sich um diejenige handele, die "uhralt undt vor Jahren alhie ihm Büttgen undt Kleinenbroigs zu ehren S. Sebastiani auffgerichtet und bißhero löblich observiret gehalten worden" sei.

Als Grund für die Aufzeichnung wird ausdrücklich die Anlage des neuen Buches angegeben, also nicht die Wiedererrichtung einer Bruderschaft. Bei den niedergeschriebenen Statuten handelt es sich vermutlich um die in der Heimatgeschichte von Pastor Wilhelm Plog erwähnten aus dem Jahre 1719, die nach seinen Angaben in diesem Jahr erneuert worden sind, und denen der Kölner Kurfürst und Erzbischof Josef Klemens am 19. Juni 1719 auf Antrag des Vorstandes die landesherrliche Genehmigung erteilte. Eine Urkunde über diesen Vorgang ist jedoch leider nicht mehr auffindbar.

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