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Frühe Nachweise

Die ersten Dokumente über die Büttger Bruderschaft datieren erst über 100 Jahre später. Ihre Ermittlung ist Dr. Bremer zu verdanken.
Im Jahre 1529 bat ein Delinquent aus Holzbüttgen im Brüchtenverhör zu Dyck, die verhängte Buße ratenweise zahlen zu dürfen, und als einer der Termine wurde die "Büttgen Bruderkirmes" genannt.

Die ersten Dokumente über die Büttger Bruderschaft datieren erst über 100 Jahre später. Ihre Ermittlung ist Dr. Bremer zu verdanken. Im Jahre 1529 bat ein Delinquent aus Holzbüttgen im Brüchtenverhör zu Dyck, die verhängte Buße ratenweise zahlen zu dürfen, und als einer der Termine wurde die "Büttgen Bruderkirmes" genannt.

Das zweite Dokument ist eine angeblich zur Amtszeit von Pfarrer Wilhelm Plog (1938-1952) noch vorhanden gewesene Eintragung in einem Büttger Kirchenregister aus dem Jahre 1535, in der die Bruderschaft als längst bestehend bezeichnet war.

Die nächsten Nachweise über die Büttger Bruderschaft finden sich wiederum rund hundert Jahre später: Bereits aus den Jahren 1631 und 1633 stammen die beiden ältesten noch vorhandenen Silberplatten des Schützensilbers, die nicht nur eine alte Tradition der Ermittlung eines Schützenkönigs, sondern auch die ältesten bekannten Schützenkönige namentlich überliefern.
Dies waren Heinrich Meiger, Müller zu Büttgen, anno 1631, und Hus Pagels, 1633.
Die drittälteste Platte des Königssilbers (Königsname: Hubert Reisgen) stammt aus dem Jahre 1655.

Heute gehören diese drei ältesten Königsschilde zur sogenannten "historischen Kette" des Königssilbers, die der jeweilige Schützenkönig nur noch zur Fronleichnams Prozession trägt.

Aus dem 17. Jahrhundert ist in der Pfarrchronik im übrigen auch der Bestand einer Vikarie zum HI. Sebastianus und zum HI. Severinus überliefert. In einer Urkunde aus dem Jahre 1663 -in diesem Jahr betrug die Zahl der Häuser in der Pfarrei 166- wird sie als schon sehr alt bezeichnet.Der Inhaber dieser Vikarie, deren Patron der jeweilige Eigentümer von Haus Randerath in Kleinenbroich war, hatte montags und donnerstags eine Messe zu lesen und sonntags dem Pfarrer bei der Seelsorge auszuhelfen.
Zusammenhänge zwischen dieser Vikarie und der Bruderschaft sind zwar nirgends dokumentiert; ihre Existenz weist aber auf die Bedeutung der SebastianusVerehrung in den beiden Dörfern hin, die ohne die Bruderschaft nicht erklärlich wäre.Für diesen Zeitraum ist auch ein St. Sebastianus Altar in der Pfarrkirche erwähnt.

Das im Jahre 1639 angelegte neue Rentbuch der Pfarrgemeinde enthält nur eine Eintragung, die auf die Bruderschaft bezogen ist. Am 20. November 1671 bestreitet der damalige Pfarrer Constantinus Zephenius (Zehnpfennig) in aller Form den angeblichen Rechtsanspruch der St. SebastianusBrüder auf ein halb Ohm Bier gegenüber der Kirchengemeinde als Gegenleistung derselben für das festliche Geleit der Fronleichnamsprozession, das in der damaligen Zeit durch aus auch immer ein Schutz gegen bewaffnete Raubüberfälle darstellte.

Allerdings hat sich der Pfarrer schon bald danach wieder eines Besseren belehren lassen und ohne Datum den Satz hinzugefügt: "die bruderschaft ist gleichwohl von alters in gebrauch".

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