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Ein königliches Familienunternehmen

Es kommt nicht oft vor, dass unsere Bruderschaft nahezu im Alleingang von einer Familie repräsentiert wird. Josef Hoster hat es durch seinen erfolgreichen Königsschuss möglich gemacht und kurzum seinen Sohn Michael und seinen älteren Bruder Heinz-Peter zu „Familien-Ministern“ ernannt.

Wir schreiben das Jahr „eins“ nach dem 600-jährigen Bruderschaftsjubiläum und unserere Rerpräsentanten haben schon einzigartige Momente erlebt, wie vermutlich noch kein Büttger Königs-Dreigestirn vor ihnen. Gerne und oft dabei waren unsere Königin Beate Hoster sowie Rebecca Schulte und Brigitte Hoster als Ministerinnen. Genossen haben sie ganz besonders das Bundeschützenfest in den Septembertagen des abgelaufenen Jahres, das uns alle mitgerissen hat. Welch eine Freude!
Diese Freude soll sich nach dem Wunsch des Königspaars beim kommenden Schützenfest fortsetzen und damit auch alles gelingt, wurden gleich vier Ehrenzüge berufen.

Als selbständiger Malermeister ist unser Schützenkönig im Ort und darüber hinaus bekannt. Vor 58 Jahre wurde er im ehemalilgen Krankenhaus geboren und hat unbeschwerte Kindertage mit seinen fünf Geschwistern auf dem Bauernhof seines Vaters Hubert an der Gladbacher Straße verbracht. Der alte "Kox-Hof", so der mundartliche Name der Familie Hoster in Büttgen, stand ungefähr da, wo sich heute die Bäckerei Puppe befindet. Schließlich siedelte die Familie Anfang der siebziger Jahre zum Felskuhlerhof aus und Josef begann eine Ausbildung zum Maler bei Franz Schnitzler, dem Schützenkönig des Jahres 1966. Dessen Vergnügen hielt sich wahrscheinlich in Grenzen, als sein Geselle nach bestandener Meisterprüfung 1984 einen Malerbetrieb eröffnete. Den führt er bis heute mit 2 Angestellten und einem Auszubildenden.

Seit nunmehr 50 Jahren ist Josef im Büttscher Regiment dabei, begonnen hat er als Tellschütze in dem Jahr, in dem sein späterer Meister Schützenkönig war. Nach zwei Jahren erfolgte dann der "Aufstieg" zu den Edelknaben ehe er mit seinen Freunden den Jägerzug "Komm nie no Hus" wiederbelebte. Dort ist er auch heute noch als Hauptmann aktiv und "Komm nie no Hus" ist selbstverständlich einer der vier Ehrenzüge. Mit der Zugfamilie von Komm nie no Hus verbringt er gerne seine Freizeit und lädt dazu auch schon mal in das gemütliche Blockhaus in seinem Garten ein, wo vor allem die Männer des Zuges gerne und lebhaft diskutieren.
Die Zugmitglieder Reiner Franzen und „Schmitz Herbert“ waren es wahrscheinich, die Josef Hoster mit dem Karnevals-Virus infiziert haben. Mit seinen „Dörper Jecke“ war er lange Jahre fester Bestandteil des Büttger Rosenmontagszuges. Für die Blumenkinder hatte Seine Majestät beim letzten Rosenmontagszug einen eigenen Anhänger gebaut. Doch diese Idee wurde von den Wetter-Kapriolen förmlich weggepustet. Viele kennen Josef Hoster auch als umtriebigen Mitgestalter von Aktionen der Interessengemeinschaft Büttgen, einem Zusammenschluss der Büttger Handwerker und Dienstleister. Besonders seine zum Spekulatiusmarkt angebotenen Sterne -mit der Motorsäge aus Baumscheiben gesägt- sind sehr begehrt.

Ein besonderes Faible hat Josef X. für alte Traktoren und Landmaschinen, die er in seiner knappen Freizeit restauriert und fahrtagulich macht. Mit den Landmaschinenfreunden "Dreh an" Büttgen hat er schon manches Stadtfest und andere Events bereichert und die Technik von gestern erlebbar gemacht.

Königin Beate ist ein Holzbüttger Mädchen

Beate Hoster, eine geborene Wolf, wurde 1962 im Büttger Krankenhaus geboren und hat ihre Kindheit und Jugend in Holzbüttgen verbracht, wo ihr Vater als Schütze aktiv war. Ihren späteren Ehemann lernte sie in der Disco "Don Yo" im ehemaligen Reitstall Schwelm (heute Haller) kennen.
Beate ist Büttscherin durch und durch geworden, was sich auch in ihrem ehrenamtlichen Engagement ausdrückt. Nahezu 20 Jahre ist sie als Mitarbeiterin der kfd aktiv, 12 Jahre war sie im Vorstand. Wenn die Satzung die maximale Amtszeit der Mitglieder nicht auf 12 Jahre beschränken würde - Beate Hoster wäre im Vorstand noch weiter mit dem Herzen dabei. Engagiert ist sie weiterhin. Sei es als ehrenamtliche Küsterin an St. Aldegundis, wo sie auch den Blumenschmuck verantwortet, oder gemeinsam mit ihrem Josef, wenn sie die Weihnachtskrippe in in der neuen Kirche gestalten. Gemeinsam wirken sie auch im Ortsauschuss mit, wo Josef insbesondere das Pfarrfest und andere Festlichkeiten organisiert. Wie die Beiden das ehrenamtliche Engagement neben den Verpflichtungen für die Familie und im Malerbetrieb schaffen, bleibt ihr Geheimnis.
Beate und Josef verbringen ihre Urlaube gerne auf dem Fahrrad und sind auch schon gemeinsam nach Rom, Santiago de Compostela und Trier gepilgert. Für Josef war es ein ganz besonderes Gefühl, als er in diesem Jahr –geschmückt mit dem kleinen Königssilber- zum 25. Mal das Apostelgrab des Heiligen Matthias in Trier erreichte.

Sonja Hoster ist die Kirmes-Managerin

Die Tochter des Hauses Hoster hat den Schützenfest-Virus von ihren Eltern geerbt. Als Hofdame von Peter Ackers im Jahr 2011 durfte sie bereits ein besonderes Schützenfest erleben und weiß, wie es hinter den Kulissen aussieht. Diese Erfahrungen kann sie bei den kommenden turbulenten Tage einbringen. Und so wird sie ihren Eltern den Rücken freihalten und als Kirmes-Managerin den Überblick bewahren.

Standartenträger und vier Blumenkinder aus der Familie

Die königlich Standarte befindet sich zum Schützenfest in den Händen des Patenkindes unserer Königin. Sebastian Schmitz, selbst aktiver Schützen in Holzbüttgen, wird dem Königspaar bei den offiziellen Auftritten nicht von der Seite weichen. Und auch die Blumenkinder Linda, Laura, Lina und Vera stammen aus der Familie und strahlen am Schützenfest-Montag mit Beate um die Wette.

Josef X. und Königin Beate. Ein wahrhaft königliches Familienunternehmen eben.

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Kommentare (1)

  • Palmen Karl-Heinz

    Palmen Karl-Heinz

    06 Juni 2016 um 13:27 | #

    Ich wünsche Euch ein sehr schönes Schützenfest ,
    wo hoffentlich auch das Wetter mitspielt !!!

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