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Rudi der Erste, ein glücklicher König

Der Wunsch einmal König von Büttgen zu werden, sollte eigentlich schon 2015 verwirklicht werden. Vor dem Jubiläumsjahr der "Büttscher Boschte" hatte sich zuerst kein Bewerber gefunden, aber dann lie ferten sich Josef Hoster, Volker Kluth und Rudi Berle einen spannenden Wettkampf. Im letzten Jahr stand Rudi alleine an der Stange, aber die Freude war trotzdem riesengroß, als der Vogel mit dem 30. Schuss fiel. Er hat es nicht bereut noch einmal anzutreten, bekommt noch immer eine Gänse haut, wenn er an seinen Einzug als "Rudi der Erste" in das Büttgener Festzelt denkt.

Nicht nur am Schützenfest-Dienstag hat er mit seiner Frau Veronika, seinen Ministern Raymund (Charly) Braun und Thorsten Begas und den Familien, sowie seinen Freunden das Königsein genossen. Jede Veranstaltu ng im vergangenen Jahr hatte einen besonderen Reiz. Überall ist er gerne mit seinen Ministern hingegangen. Wenn möglich haben die Damen das Königshaus komplettiert. Das ganze Jahr hat ihnen großen Spaß bereitet und sie sind ein tolles Team. Alle stammen aus dem Grenadierzug "De Büttscher Boschte".

Mit dem Königshaus des Jungschützenkönigs verstehen sie sich besonders gut und jede Veranstaltung nahm man gerne gemeinsam wahr. Diese besondere Verbundenheit wurde deutlich, durch die Spende des "großen Königshauses" an das "kleine Königshaus" in Form silberner Broschen für den Jungschützenkönig und seine Minister, die an die jeweiligen Nachfolger weitergereicht werden.

Ein echter Büttscher Jung

Unser König ist ein echter Büttscher Jong. 1959 wurde er auf der Driescher Straße 15, nicht im Krankenhaus, sondern in der elterlichen Wohnung geboren, oberhalb des ehemaligen Schreib- und Spielwarengeschäftes und der Druckerei. So hat er von seinem Vater Rudi, einem Gründungsmitglied des Grenadierzugs "Die Braven", nicht nur den Namen, sondern auch die Liebe zu seinem Beruf und zum Schützenfest geerbt.

Seit mehr als 20 Jahren ist Veronika Berle die Frau an seiner Seite und sie genießt das Jahr ebenso wie ihr Mann. Gemeinsam haben sie 2007 ein Haus in Driesch gebaut, dokumentiert vom WDR in der Fernsehserie “ Baggern in Driesch. ” Sie haben vier erwachsene Töchter: Katrin, Lisa, Eva und Hannah, die bereits alle ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben. Inzwischen leben sie in London, Stuttgart, Köln und Kaarst. Hannah, die Jüngste, macht nach ihrem abgeschlossenen Bachelorstudium derzeit einen "Travel&Work" -Aufenthalt in Australien und es ist noch nicht sicher ob sie zum Schützenfest wieder zurück ist. Aber Katrin, Mohammed und der vierjährige Enkelsohn Elias werden aus England anreisen. Elias war sehr begeistert, als er hörte, dass der Opa König ist. Als er aber ein Bild vom frisch gekürten König sah, fragte er seine Mama ganz entrüstet: "Wenn der Opa König ist, wo ist denn seine Krone, sein Schwert und sein Pferd?!" Das Schwert bekam der König dann von den "Büttscher Boschte" auf dem Zugausflug nach Manderscheid im Oktober letzten Jahres.

Der Buchdruck ist seine Leidenschaft

Die Druckerei Berle führt Rudi in dritter Generation am selben Standort. Er ist ein Jünger der "Schwarzen Kunst" , sein erlernter Beruf ist der Buchdruck. Seinen beruflichen Werdegang schloss er mit der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für die Druckindustrie ab. In der Geschäftsführung wird er von seiner Frau Veronika unterstützt. Inzwischen wird nicht nur dieses Schützenfestheft, sondern auch Kunststoff-Folien und hochwertige Verpackungen und Broschüren im UV-Offsetdruck hergestellt. Aus der ehemaligen Buchdruckerei mit angeschlossenem Schreib- und Spielwarenladen, wurde eine "High-End" - Werkstatt für Druck und Veredlung. Selbst die alte Ponderosa-Bar, die bei vielen "alten" Schützenbrüdern noch gut in Erinnerung sein dürfte, musste der Technik weichen. Oft sieht man den Chef selber mit dem Gabelstapler ins Lager auf die andere Straßenseite fahren. Platz zum Feiern ist aber immer. So wurde die gesamte Druckerei zum 40. Zugjubiläum der Büttscher Boschte im letzten Jahr in einen Festsaal verwandelt, und viele Sch ützen freuen sich, wenn sie bei der Parade aus den Fenstern des "Berle Hauses" beklatscht werden.

Ein Ehrenzug von der Theke

Im Hause Berle haben sich die Sch ützen schon immer gerne getroffen und Rudi wurde schon früh bei den Tellschützen aktiv. Den Lederhosen entwachsen hat er 1976 mit seinen Freunden aus der KJG -Gruppe den Grenadierzug "De Büttscher Boschte" gegründet. Bekannt sind sie nicht nur durch ihre Spontanität, sondern auch vor allen Dingen durch ihren Stammplatz an der Theke. Es versteht sich von selbst , dass sie den König und seine Minister als Ehrenzug begleiten. Obwohl dies bedeutet, dass für den Zug -zum ersten Mal seit 41 Jahren- Sitzplätze reserviert werden. Rudi ist nicht nur in Büttgen aktiv, seit einigen Jahren ist er freundschaftlich, inzwischen auch als Mitglied, mit der Scheiben-Schützen-Gesellschaft Kaarst verbunden. In diesem Jahr werden sie am Sonntag als Gastschützen unser Regiment verstärken.

Pilgern und schnelle Bewegung dienen der Entspannung

Seit vielen Jahren sind Rudi und Veronika auch Mitglied in der St. Matthias-Bruderschaft Büttgen und an Christi Himmelfahrt pilgern sie nach Trier. Durch ihre Layout - und Druckkünste sind die Büttger Pilgerhefte und Namensschilder überregional bekannt und beliebt. Die "dunklen Seiten" eben dieser Hefte, haben die Pilgerschar zu manch entspannenden und lustigen Abenden verholfen. Als gelernte Kinderkrankenschwester wird Veronikas Hilfe bei der Versorgung der Fußkranken (Blasen etc.) gerne angenommen.
Zum Entspannen liebt das Königspaar rasante Bewegungen. Zwar werden die Motorräder immer seltener aus der Garage geholt, aber mehrfach im Winter geht es zum Skifahren nach Sölden. Für die Piste halten sie sich wöchentlich fit durch Gymnastik und Indoorcycling. Das Königspaar legt sehr viel Wert darauf, dass es mehr ist, als nur Fahrradfahren in der Halle. Auf jeden Fall hält es fit, das sieht man den beiden ja an! In diesem Jahr haben sie sich vor allen Dingen bei den Aktivitäten der Schützenbruderschaft entspannt. Von jeder Veranstaltung sind sie mit einem breiten Grinsen nach Hause gekommen und freuen sich jetzt auf den krönenden Abschluss.

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