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60 Jahre Grenadierzug "Die Braven"

60 Jahre marschieren sie nun schon in ihrem Heimatort und fast jeder Büttger kennt sie: „Die Braven“ mit ihrer akkuraten Schützenreihe und ihrem nicht zu übersehenden Bärenwappen, ein bärenstarker Grenadierzug.
Und wiederum ist es ihnen gelungen, zu ihrem Jubiläum sowohl König als auch Minister aus den eigenen Reihen zu stellen, was schon fast an ein Kunststück grenzt, wenn man sich vor Augen führt, dass S.M. Thomas I., der diesjährige Repräsentant, nun schon der 7. König aus diesem Zug ist.

60 Jahre gingen am Zug nicht spurlos vorüber. So wurden auch die Jubiläen der Braven 25, 30, 35, 40, 45 und 50 von Schützenkönigen und Ministern aus den eigenen Reihen begleitet. Neben den vielen Highlights gab es aber auch schwere Tage. So ist mit dem langjährigen Oberleutnant Walter Kemper der letzte Gründer der Braven 2008 verstorben. In den letzten 10 Jahren seit dem 50-jährigen Jubiläum gingen ihm 7 Schützenbrüder voraus: Peter Mies, Rudi Berle, Heinz Thum, Franz Weiers, Konrad Schnock, Peter Fausten und Karl Heinz Rayermann. Sie alle prägten jahrzehntelang das Bild der Braven. Viele von ihnen wirkten verantwortungsvoll in der Gemeinde, im Vorstand der Bruderschaft oder in der Pfarre mit. Aber auch heute stellt sich der Zug bereitwillig der Verantwortung. Ob in der Braunsmühle, im Kirchenvorstand, im Festausschuss oder beim Denkmalsschutz, immer wieder tauchen „Brave“ auf, um Aufgaben zu übernehmen. So hat der Zug lange Zeit zum Pfarrfest mit einem Essensstand geglänzt. Das Kaufmannskreuz war und ist seit Jahrzehnten ein Pflegekind der “Braven“ und erfährt im Jubiläumsjahr eine Grunderneuerung. Überdies hat sich Zugmitglied Franz Weiers intensiv um die heimatliche Schriftenreihe gekümmert und ergänzte sie sogar um einen Band.

Erfolgreiche Verjüngung des Zuges

Das Gesicht des Zuges hat sich natürlich verändert, der Charakter nicht. Eine Trendwende stellte sich durch den Hauptmannswechsel zum neuen Jahrtausend ein und veränderte die Altersstruktur. Es wehte ein frischer Wind, da es gelang gleich vier neue Brave im Alter von ca. 40 Jahren zu gewinnen, die auf gleicher Linie lagen. Neben Armin Lehwalder, Stefan Leier und Armin Schneider trat Thomas Weiers ein. Nach fruchtbaren Gesprächen des Hauptmanns ergänzten weitere junge Kameraden die Reihe: Hubert Kallen, Ralf Hafertepe, Jens Thomsen und Rainer Kuhl. Auch in diesem Jahr sind zwei Neuzugänge zu verzeichnen – Stefan Heinrichs und Roman von Oppenkowski marschieren zum Jubiläum zum zweiten Male mit. Ein festes Verhältnis zur Reihe bilden die beiden italienischen Dauergastmarschierer Matteo und Dario Marutta, die begeisterte Schützenfestkameraden sind. Viele Aktivitäten begleiteten die Braven über die Jahre. Ein traditioneller Termin im Zugleben ist das Driescher Schützenfest. Hier gehört der Bravenzug zum sonntäglichen Festbild. Ein Familienfest im Garten des Hauptmanns, der selbst Driescher Bürger ist, rundet den Tag seit über 20 Jahren ab. Der eigene Kegelclub unter Präsident Peter Bierwirth besteht seit über 30 Jahren und kann beachtliche Erfolge bei den Kegelturnieren der Bruderschaft vorweisen. Besondere Erlebnisse waren die Schiffstouren in Irland, Frankreich und Holland sowie die Mailandtour 2007, die von unseren beiden Italienern in feiner Art gemanagt wurden. Jährliche Zugausflüge, runde Geburtstage der Zugmitglieder und Ehefrauen sind Termine, über die sich die Braven alljährlich freuen. Ein ganz besonders schöner Tag ist der Königsehrenabend der Braven, der stilvoll zelebriert wird und den Höhepunkt des Bravenkönigsjahres darstellt.

Der scheinheilige Braven-Bär

Das Wappentier des Bravenzuges, ein fröhlich dreinschauender Bär mit einem scheinheiligen Heiligenschein lässt den Charakter des Zuges ahnen. Machen sie auch Streiche wie andere auch, wollen sie doch niemanden verletzen - ein Markenzeichen des Zuges. Harmlose Sticheleien enden stets in Heiterkeit und scheinheilig schaut der Verursacher mancher Fröhlichkeit dann drein. Den Namen „Die Braven“ trug der Zug von Anfang an. Die Freunde hatten sich bei jugendlichen Streichen halt nie erwischen lassen. Sie blieben brav, schuld waren immer die anderen. Bärenstark wurde der Zug erst im Laufe der Jahre. Humor, Fröhlichkeit und offenes Aufeinanderzugehen einerseits, Verantwortungsgefühl, Traditionsbewusstsein, Toleranz und Charakterstärke andererseits sind Markenzeichen des Zuges und lassen den Zug voller Optimismus in die Zukunft blicken.

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