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75 Jahre Jägerzug "Immerblau Büttgen"

Der diesjährige Ehrenzug von SM Franz-Josef I, der Jägerzug „Immerblau", blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück. Gegründet wurde er bereits 1937. Damals trafen sich 10 junge Männer, unter ihnen auch Jakob Bienefeld, der Vater des diesjährigen Schützenkönigs, in der Gaststätte Junkers („Scheppisch Jupp"), erklärten das Lokal kurzerhand zum Vereinslokal und gründeten einen Jägerzug, dem sie den Namen „Immerblau" gaben.

Bereits ein Jahr später marschierten sie mit 27 weiteren Schützenzügen im Büttgener Regiment mit, doch nur ein Jahr später war zunächst Schluss mit dem Schützenfest. Der Zweite Weltkrieg begann und die meisten Männer wurden eingezogen. Erst 1948 wurde das Feiern von Schützenfesten wieder gestattet und 1949 lebte dieses Brauchtum auch in Büttgen wieder auf – unter Mitwirkung des Jägerzuges „Immerblau". Bis 1958 nahm der Zug aktiv an den Paraden teil, dann ruhte er.

1966 entschlossen sich dann erneut 10 junge Büttger, den Schützenzug wieder aufleben zu lassen. Die jungen Burschen kannten sich aus der Volksschule und es dauerte nicht lange, bis sie auf die Idee kamen, nicht einfach nur einen neuen Zug zu gründen, sondern einen „alten" wieder fortzuführen. Gesagt – getan: Im gleichen Jahr marschierte der Jägerzug „Immerblau" in neuer Formation durch die Straßen Büttgens. Geblieben war außer dem Namen noch das Königssilber aus dem Jahr 1949, das heute noch vom Zugkönig getragen wird.

Aktuell gehören dem Jägerzug „Immerblau" 15 Schützen an. Bis auf den leider im Jahr 1998 verstorbenen Rudolf Maaßen sind noch alle Gründungsmitglieder der „zweiten Generation" dabei. Der Schützenzug engagiert sich seit Jahren während und auch außerhalb des Schützenfestes für die St. Sebastianus-Bruderschaft: So führte „Immerblau" 1987 die Tradition des Maibaumsetzens in Büttgen ein. Der Maibaum vor der Sparkasse mit seinen Zunft- und Bruderschaftsschildern sowie Wappen stammt von diesem Zug. Das Zugsymbol, die „Breuer-Mühle" ist übrigens noch heute in der kupfernen Wetterfahne des Maibaums „verewigt." Einige Zugmitglieder sind auch im Vorstand der Bruderschaft tätig, z.B. als Schatzmeister des Festausschusses und Geschäftsführer. Zudem stellte „Immerblau" 1977 mit seinem langjährigen Hauptmann Heinz-Walter Münten den Jungschützenkönig und in diesem Jahr mit Franz-Josef Bienefeld den Schützenkönig.

Die Mitglieder des Jägerzuges sind seit Jahren befreundet. Neben regelmäßigen Versammlungen gibt es auch weitere Unternehmungen, früher mit den gesamten Familien, heute – nachdem die meisten Kinder flügge geworden sind – nur noch mit den Ehefrauen und Lebensgefährtinnen. Auch wenn der Jägerzug „Immerblau" sich in einigen Jahren aktiv aus dem Regiment zurückziehen wird – für Nachschub wurde bereits gesorgt: Pascal Münten, Sohn des Hauptmanns, hat den Jägerzug „Jung-Immerblau" gegründet, der den Zugnamen und das Königssilber weiterführen wird.

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