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Alleine unter der Vogelstange…

…aber dann mitten drin in einem ereignisreichen Jahr als Büttgens Jungschützenkönig.

Frederik I. hat es seit seinem Vogelschuss keinen Tag bereut, die Jungschützen vor einem „königslosen" Schützenfest bewahrt zu haben.

„Dass am Dienstagnachmittag mehr als ein Jungschützenkönig an der Stange steht" – das ist der größte Wunsch von Frederick Handschuh, dem 22jährigen Jungschützen, der die Büttger Bruderschaft seit dem vergangenen Schützenfest als Jungschützenkönig repräsentiert.

Und schon dieser Wunsch, der eher der Gemeinschaft der Jungschützen als der eigenen Freude an den bevorstehenden Schützenfesttagen gilt, macht deutlich, dass der diesjährige Jungschützenkönig vor allem eines ist: Ein echter Gemeinschaftsmensch. Deshalb gehören für ihn neben dem „unvergleichlichen Gefühl, über die Straßen Büttgens zu marschieren“ vor allem die gemeinsamen Abende im Zelt mit seinem Jägerzug „Jung Heideröschen“ zu den Höhepunkten jedes Schützenfestes. Deshalb war er lange Jahre in der KJG und der Teestube aktive und hat nach fünf Jugendwallfahrten und drei großen Wallfahrten nach Trier bereits als Betreuer eine der Kinderwallfahrten der St. Matthias Bruderschaft begleitet. Und deshalb war für ihn der Gedanke an ein Schützenfest, eine Bruderschaft und die Büttger Jungschützengemeinschaft ohne Jungschützenkönig nur schwer erträglich.

Residenz in den Höfen

 Doch genau danach sah es im letzten Jahr leider wieder einmal aus. Denn auch weit nach dem eigentlichen „Anmeldeschluss“ war es Jungschützenmeister Marcus Kallen, der im letzten Jahr selbst Jungschützenkönig war, noch nicht gelungen, Jungschützen zu finden, die sich um seine Nachfolge bewerben und an die Königsstange treten wollten. Doch dann reifte in Frederik der Entschluss, nach Vorerfahrungen als Edelknabenminister und zuletzt 2009 als Minister des Jungschützenkönigs nun selbst einmal den Vogel von der Stange zu holen. Und nachdem die Familie grünes Licht gegeben hatte stand schnell fest: Im Jahr 2012 steht die Büttger Jungschützenkönigsresidenz „in den Höfen“.

Überhaupt die Familie: Nicht nur Bruder und Minister Sebastian, nein auch sein Eltern und Schwester Anna Lena freuen sich mit Frederik auf ein tolles Königsjahr und haben ihn unterstützt, wo es nur geht. Und dabei hatten ihm die Eltern die Liebe zum Schützenfest nicht gerade in die Wiege gelegt. Auch wenn Vater Achim gemeinsam mit seinem königlichen Sohn schon mehrfach mit der Matthias-Bruderschaft den Weg nach Trier gegangen ist – auf die Straßen von Büttgen haben ihn auch die begeisternden Berichte seiner beiden Söhne bisher nicht gebracht. Und so waren es Klassenkameraden in der Grundschule, die Frederik 1997 für die Edelknaben begeisterten, bei denen er viele Jahr gerne mitgemacht hat, bevor er 2004 zu den Jägern von „Jung Heideröschen“ wechselte. 

Vater als Hoffotograf

Sein Vater wird sich dagegen als überzeugter Passiv-Schütze auch in diesem Jahr wohl wie schon im Schülerprinzenjahr seines Sohnes Sebastian 2005 wieder auf die Rolle als königlicher Hoffotograf beschränken, während Frederiks Schwester als Hofdame bei S.M. Franz Josef aktiv am Schützenfest teilnimmt.

Dass Schwester Anna Lena als Hofdame bereits einen Job im Hofstaat hatte, ist neben der Tatsache, dass Frederik gerade „solo“ ist, auch der Grund für eine eher seltene Gemeinsamkeit zwischen dem diesjährigen Jungschützenkönig und „seinem“ großen König: beide feiern ihr Fest mit Ministerinnen und Ministern und einem begeisterten Ehrenzug, aber ohne Königin. Wer den angehenden Informationskaufmann kennt, ist aber sicher: das wird seiner Freude an einem Schützenfest im Kreis seiner Freunde und der Büttger Schützen keinen Abbruch tun.

Ehrenzug „Jung Heideröschen“

Dafür wird nicht zuletzt schon sein Schützenzug „Jung Heideröschen“ sorgen, der in der aktuellen „Besetzung“ nach der Wiederbegründung der alten jungen Heidröschentradition schon einmal, im Jahr 2009, mit Dennis Hohnrath den Jungschützenkönig gestellt und schon damals Residenz und Zelt so richtig „gerockt“ hat. Doch auch damals galt für die jungen Jäger: „Wir wollen viel Freude haben. Aber das Fest soll in einem Rahmen bleiben, in dem jeder Büttger Jungschütze sich die Königswürde zutraut“. Und nach diesem Motto wird der diesjährige Ehrenzug, in dem die Stimmung laut Frederik auch im Königsjahr „super wie immer“ ist, seine Majestät ebenso unterstützen wir die „alten“ Heideröschen, die ihren Jungs immer mit Rat und Tat zur Seite und auch im Feiern trotz manch grauem Haar und kleinem Bauchansatz in nichts nachstehen.

Minister Felix und Sebastian

Aus den jungen „Heideröschen“ stammt mit Felix Piepel auch einer der Minister von Frederik. Die beiden kennen sich unter anderem durch eine gemeinsame Zeit beim Leo-Statz-Berufskolleg und so war es kein Wunder, dass Felix durch unseren Jungschützenkönig 2011 den Weg ins Büttger Jägercorps fand. Dort ist familiär auch seine diesjährige Ministerin Lisa Hohnrath fest verwurzelt. Schließlich gehört ihr Vater, trotz eines mehrjährigen Gastspiels als auch von den „Grennis“ voll akzeptierter Grenadieradjutant, seit Jahren zur Kerntruppe von „(Jung) Heideröschen“. Und so kann Ministerin Lisa, die gerade ihr Wirtschaftsabitur am Neusser Marienberg-Berufskolleg absolviert, ihrem noch nicht so wirklich schützenfesterfahrenen Minister Felix sicher noch manchen Insider-Tip zum Büttger Schützenfest geben.

Solche Tips hat der zweite Minister, Frederiks Bruder Sebastian, sicher nicht mehr nötig: Mit 23 Jahren ein gutes Jahr älter als sein Bruder und sein Ministerkollege Felix ist Sebastian ebenfalls schon seit Jahren Büttger Jungschütze. Und auch ihn hat es zu den Jägern verschlagen, genauer gesagt seit 2005 zum Jägerzug „Selde Blömkes“. Auch durch die „Blömkes“ wird es also stimmungsmäßige Unterstützung für ein tolles Jungschützenjahr geben. Ein Königsjahr, an dessen Höhepunkt auch Sara Rulf-Baldermann als Begleiterin von Minister Sebastian teilnehmen wird. Wie ihre Ministerinnenkollegin Lisa ist auch Sara 18 Jahr alt und auch sie bereitet sich gerade auf ihr Abitur am Gymnasium Marienberg vor. Da passt es gut, dass das Büttger Schützenfest wie so oft kurz vor den Sommerfeien liegt und damit für alle fünf diesjährigen Jungschützenpräsentanten zu einer fröhlichen Sommerparty werden wird.

Die Büttger Schützen wünschen den fünf jungen Leuten, ihren Schützenzügen und Familien jedenfalls eine richtig fröhliche Party. Und wir Schützen wünschen und vor allem, dass sich danach Frederiks Wunsch erfüllt: Mehr als ein Bewerber um die Nachfolge unseres sympathischen Jungschützenkönigs 2012.

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