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Von seltenen Blumen und Erdbeerfeldern

Während die Suche nach einem ‚großen’ König beim letzten Schützenfest zur Zitterpartie wurde, hatte er seinen Königsschuss von langer Hand geplant: Unser Jungschützenkönig Fabian I.

‚Selde Blömkes’ - der Name ist im Büttger Jägercorps seit 1949 eine feste Größe. Da verwundert es ein wenig, dass dieser Zug in diesem Jahr den Repräsentanten unserer Jungschützen stellt. Möglich macht das ein Generationswechsel im Jägerzug ‚Selde Blömkes’ im Jahr 2002, als die bisherigen Mitglieder den Jägerhut an den Nagel gehängt hatten und passive Schützen wurden. Damit dies nicht gleichzeitig auch das Ende ihres traditionellen Zugnamens bedeutete, suchten (und fanden) sie eine Gruppe junger Schützen, die künftig als neue ‚Blömkes’ am Schützenfest teilnehmen wollten.

Feiern und Verantwortung

Zugname und Tradition waren den Jungschützen dabei stets Verpflich tung:  Seit der Gründung engagieren sich die neuen ‚Blömkes’ unter Zugführer Michael Hoster bei den Jungschützenpartys und Fußballturnieren oder im Jungschützenvorstand. Beim Rosenmontagszug sind sie samt Wagen eine Stütze des Büttger Karnevals. Unser Jungschützenkönig bringt es auf den Punkt: „Unser Erfolgskonzept besteht aus Feiern und Verantwortungs­übernahme.“

Wer sich jetzt fragt, weshalb am Beginn des Artikels über den Jungschützenkönig soviel von seinem Schützenzug die Rede ist, dem sei mit Fabians Worten gesagt: „Ohne die fantastische Unterstützung von meinem Schützenzug hätte ich nicht geschossen. Alle stehen hinter mir und mir ist wichtig, dass nicht nur ich die Würde trage, sondern unser kompletter Zug.“

Wir sind König…

…so lautet also das Motto der ‚Blömkes’ im Jahr 2013. Und das haben sie einem von ihnen besonders zu verdanken: Fabian Schmitz! Ein Vollblutschütze, der nur drei seiner 24 Lebensjahre nicht über Büttgens Straßen gezogen ist. Seit ihm die kleinste Edelknabenuniform mehr schlecht als recht passte, lässt ihn das Schützenfest nicht mehr los. Und so schwärmt unsere Majestät: „Es ist einfach ein tolles Gefühl, sich Kirmessamstag die Uniform anzuziehen und zu wissen, dass man mit seiner Familie und den besten Freunden, den ‚Blömkes’, vier unvergessliche Tage erlebt“. Apropos Familie: Mit Vater Herbert - Spieß bei ‚Komm nie no Hus’ und Büttger Oberkarnevalist -, Onkel Hans-Josef als Hauptmann von ‚Grün-Weiß’ und Cousin Marc als Spieß bei den ‚Jrön-Wisse Boschte’ mischen noch drei ‚Schmitzens’ im Jägercoprs mit. Da steht die familiäre Rückendeckung im Königsjahr völlig außer Zweifel.

Vom Erdbeerfeld nach  Aachen

Dabei kann sich Fabian voll auf dieses jahr konzentrieren, denn anders als andere Jungschützen hat Fabian seine Berufsausbildung bereits erfolgreich abgeschlossen und nach einem Studium als Agrarbetriebswirt in Köln den Berufseinstieg bei der Raiffeisen-Waren-Zentrale (RWZ) geschafft. Für die RWZ berät er zur Zeit die Landwirte im Aachener Land. Seine Liebe zur Landwirtschaft hat er aber unweit seines Heimatortes gefunden: Auf den Erdbeerfeldern rund um Holzbüttgen, die sicher auch für viele andere von uns eine sommerliche Kindheitserinnerung sind. Nach dem Fachabitur machte Fabian dort bei ‚Küppers-Erdbeeren’ seine Ausbildung. Und wenn er heute nicht gerade rund um Aachen im Einsatz ist, sieht man ihn auch schon mal auf eher altmodischen Treckern durch Büttgen fahren – jüngst etwa, um ein frisch vermähltes Brautpaar aus dem Schützenzug mal auf etwas andere Art von der Kirche abzuholen.

Jungschützenkönigin Carina

Begleitet wird Fabian in seinem Königsjahr von Schwester und Jungschützenkönigin Carina Schmitz. Natürlich hat auch die 21-jährige, die nach ihrem Abitur derzeit eine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation absolviert, im ‚Hause Schmitz’ und mit den ‚Blömkes’ schon mehr als einmal erfahren, was ein richtiges Büttger Schützenfest ist. Daher freut sie sich riesig, in diesem besonderen Jahr alles mal ganz hautnah miterleben zu dürfen und vor allem ihrem Bruder zu Seite stehen zu können.

Minister Christian + Sebastian

„Dem König zur Seite stehen“ – der Auftrag gilt auch für die Minister: Sebastian Nickisch und Christian Flohr. Dass auch sie aus dem Jägerzug ‚Selde Blömkes’ stammen, bedarf bei der verschworenen Gemeinschaft keiner Erwähnung. Doch geht die Freundschaft des Ministerduos sogar weiter zurück als 2002: Seit Jahren spielen beide gemeinsam Fußball im VfR-Büttgen.

Handwerk hat goldenen Boden

Neben Fußball und Schützen –Sebastian ist sogar auch in Grefrath als Schütze aktiv - zeichnet die beiden noch eine weitere Gemeinsamkeit aus: Beide besuchen nach einer Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik gerade ihre Meisterschule.

Und natürlich haben beide während der Schützenfesttage bezaubernde Begleitungen an ihrer Seite. So wird unser Minister Sebastian von seiner Freundin Annika Roeber begleitet. Die 18-jährige Vorsterin besucht das Wirtschaftsgymnasium Marienberg und musste mangels familiärer Vorbelastung erst von Sebastian fürs Schützenfest begeistert werden. Mit Erfolg!

Dagegen kennt Julia Jecht, die für die Schützenfesttage Minister Christian begleiten wird, das Büttger Schützenfest durch ihren Vater Kurt und die Onkel Mario Mies und Michael Jecht von Kindestagen an. Und da sie Ende Juni auch ihr Abitur am Vorster GBG erfolgreich absolviert haben wird, steht für alle sechs Repräsentanten unserer Jungschützen einem ausgelassenen Feiern zum Abschluss eines tollen Jungschützenjahres nichts mehr im Wege. Lasst es krachen, ‚Blömkes’!

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