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„…Warum denn eigentlich nicht?!“

So begründete der diesjährige Jungschützenkönig Tobias I. Seltmann seinen Zugkameraden am Sonntagabend des letzten Schützenfestes seine Entscheidung, auf den Vogel zu schießen. Ein Startschuss für eine „superjeile Zick", mit vielen schönen Erlebnissen.

Doch keine Bewerbung ohne das uneingeschränkte Einverständnis des gesamten Zuges, der teilweise noch in der Nacht angerufen und zu seiner Meinung befragt wurde. Eine spontane Entscheidung eines spontanen, schützenfestbegeisterten Jungkönigs Tobias. Nachdem das Einverständnis eingeholt wurde und alle Beteiligten „eine Nacht drüber schliefen", trug er sich zusammen mit seinen beiden Ministern Marcus Kallen und Robin Reinartz während des Frühschoppens in die Bewerberliste ein, um dienstags mit dem 36. Schuss den Vogel von der Stange zu holen. So spontan, wie die Entscheidung wirkt, ist sie auf den zweiten Blick aber nicht. Die Würde des Jungschützenkönigs zu erlangen ist ein lange gehegter Traum von Tobias, der nun in Erfüllung ging.

Jungkönig Tobias und Jungkönigin Tina

Die Schützenkarriere des 22-jährigen Garten- und Landschaftsbauers begann klassisch 1996 im Edelknabencorps Büttgens, welchem er bis 2006 angehörte. Während dieser Zeit ist er als Schülerprinz 2005/2006 das erste Mal auf der großen Bruderschaftsbühne in Erscheinung getreten. Bereits im Alter von 8 Jahren wagte Tobias den Sprung in eine andere Bruderschaft, und nahm ab 2000 auch in Driesch am Schützenfest teil. Er ist dort bis heute aktiv und seit 2013 vertritt er die Driescher Jungschützen als Jungschützenmeister und stand zudem zweimal dem Jungschützenkönig als Minister zur Seite.

Im Jahre 2011 dann kehrte er beim damaligen Jungschützenkönig und heutigem Minister Marcus, als Gastschütze in seinen jetzigen Grenadierzug „Jung Freiwild" und als Hofdamenführer beim damaligen Schützenkönig Peter Ackers nach Büttgen zurück und blieb. Seine besondere Leidenschaft ist, neben dem Schützenfest und dem Sportschießen beim SSV Driesch, die Unterstützung des Bundesligavereins Borussia Dortmund, die er regelmäßig auf Heim- und Auswärtsspiele begleitet.

Als Jungschützenkönigin steht ihm seine Schwester Tina Seltmann zur Seite, die sich umgehend dazu bereit erklärt hat, ihren Bruder zu unterstützen. Die 25-jährige ausgebildete Heilerziehungspflegerin arbeitet derzeit als Fachkraft im Heilpädagogischen Arbeitsbereich bei der GWN (Gemeinnützige Werkstätten Neuss) und ist schon lange mit dem Schützenwesen verbunden. So war sie bereits dreimal Hofdame in Driesch. Die Schützenfestbegeisterung hat sich sicherlich von ihrem Bruder auf sie übertragen und setzt sich auch in der Partnerschaft fort. Ihr Freund ist aktives Mitglied im Tambourcorps Concordia Holzheim. Als Hobbies gibt Tina an, gerne zu verreisen und in einer ruhigen Minute ein gutes Buch zu lesen.

Ministerpaar Marcus und Julia

Minister Marcus Kallen war 2010/11 Jungschützenkönig unserer Bruderschaft. Der heute 27 Jährige trat 1992 in das Edelknabencorps ein. 1996 gründete er mit Freunden den Hubertuszug „Horrido-Light". Nach einem Gastspiel bei den Jung-Sappeuren trat er 2003 dem Grenadierzug „Jung-Freiwild" bei.

Marcus versieht als Personalfeldwebel seinen Dienst bei der Bundeswehr. Dem Schützenbrauchtum ist er seit vielen Jahren eng verbunden. Er übernahm 2007 Verantwortung im Vorstand der Büttgener Jungschützen und war von 2009 bis 2014 Jungschützenmeister. Darüber hinaus ist er aktives Mitglied im Bundesschützen Musikkorps Kleinenbroich. Seine Begeisterung für Fußball als Fan von Borussia Dortmund, kommt ebenso wenig zu kurz, wie sein Faible für gute Filme.

Ministerin von Marcus ist seine Freundin Julia Penders. Die 21-jährige, aus Mönchengladbach stammend, hat durch Marcus das Büttger Schützenfest kennengelernt. Die Augenoptikerin arbeitet beim BrillenLagerVerkauf MG mit einer Filiale in Holzbüttgen. In ihrer Freizeit genießt sie ruhige Abende mit ihrem Freund und geht gerne mit ihrer Golden-Retriever-Hündin spazieren.

Ministerpaar Robin und Jana

Der 26-jährige Robin Reinartz ist Student für das Lehramt Sonderpädagogik an der Universität zu Köln und steht kurz vor seinem Examen. Seine Schützenkarriere begann 1999 bei den Hubertusknaben. Nach dem Ausscheiden aus dem Knabencorps schloss er sich dem Hubertuszug „Hubert von Lüttich" an um dann 2006 den Jungschützenkönig Thomas Esser und seinen Zug „Immer joot dropp" zu unterstützen. Ebenfalls im Jahr 2006 zog es Robin als aktiven Schützen nach Neuss.

Der Überredungskunst des jetzigen Jungkönig Tobias ist es zu verdanken, dass Robin nach Büttgen zurückkehrte. Seitdem ist Robin Mitglied im Grenadierzug „Jung Freiwild". Seine große Leidenschaft ist neben dem Reisen, vor allem in die USA, die Unterstützung von Fortuna Düsseldorf, deren Spiele er fast immer besucht.

Ihm zur Seite als Ministerin steht Jana Seidler, die 23- jährige Studentin der Sportwissenschaft und Germanistik, die seit 2011 als Fitnesstrainerin arbeitet, ist schützenfesterfahren, war sie doch Hofdame in Vorst und begleitet beide Schützenfeste schon seit ihrer Kindheit. Ihre Hobbies, kaum verwunderlich, der Sport und das Tanzen (u.a. Cheerleaderin bei Rhein Fire) und vor allem ihre Freunde.

Ehrenzug „Jung-Freiwild"

Jungkönig wie Minister gehören dem Grenadierzug „Jung-Freiwild" an, der sie natürlich als Ehrenzug im Königsjahr unterstützt. Im September 2001 fanden sich zwei verschiedene Freundeskreise zu einem Schützenzug zusammen, der zuerst den Namen „Lauschepper" haben sollte. Durch den Jugendchor wurde der Kontakt zu Oswald Schmitz hergestellt, der „Freiwild" und „Lauschepper" von einer Kooperation überzeugen konnte, so dass 2002 erstmals „Jung-Freiwild" auf der Straße zu sehen war. Mindestens einmal im Jahr unternehmen die beiden Züge einen gemeinsamen Ausflug mit historischen Zielen im Rhein-Kreis Neuss. Zu Veranstaltungen benachbarter Bruderschaften geht „Jung-Freiwild" gerne geschlossen hin, außerdem kicken die Jungs erfolgreich bei verschiedenen Fußballturnieren mit. Die Männer von „Freiwild" haben einst die Tradition des Böllerns wieder belebt und unternehmen heimatkundliche Fahrradexkursionen.

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Kommentare (1)

  • Andreas Eßer

    Andreas Eßer

    16 Juni 2014 um 20:06 | #

    Das Foto wirkt wie eine Katastrophe. Das Rot der Kleider sieht nach "nachträglich eingefügt" aus. Man muss nicht immer alle Spielarten eines Bildbearbeitungsprogramms anwenden. Schade!
    Andrea Eßer

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