0.0/5 Bewertung (0 Stimmen)

Wer zu spät kommt ... wird Schülerprinz von Büttgen

Der Wettbewerb zur Ermittlung des Schülerprinzen war am Schützenfest-Dienstag des vergangenen Jahres programmgemäß um 14.45 Uhr angesetzt. Michael Kammann wurde vorher versehentlich eine falsche Zeit mitgeteilt, so dass er unverschuldet erst um 15.00 Uhr am Schießstand an der Aldegundisstraße ankam.

Doch zwei seiner Freunde, die ebenfalls auf den Vogel zielten, hatten bewusst für Michael den schon angelaufenen Wettbewerb verzögert, der Dank dieser „Schützenhilfe“ noch einsteigen konnte. Die Freunde sollten später mit den Minister-Ämtern „belohnt“ werden. Doch zuvor war dem hölzernen Federvieh noch der Garaus zu machen, was schließlich Michael Kammann gelang.
Zu seinen Ministern ernannte er umgehend die beiden schon zuvor erwähnten treuen Freunde, nämlich Sebastian Piron und Jobst-Heinrich von Dewitz.

Eigentlich hätten alle drei Jungs das Zeug gehabt, Schülerprinz zu werden, geben doch alle den Schießsport als Hobby an. Michael scheint durch seinen Erfolg so richtig auf den Geschmack gekommen zu sein, denn er ist kurz nach seinem erfolgreichen Schuss in die Schießsportabteilung der Scheibenschützen eingetreten, mit der er bereits erfolgreich an Wettkämpfen teilnimmt. Bescheiden verweist er auf seinen „Achter-Schnitt“, der dem Schießsportexperten verrät, dass Michael durchschnittlich 8 von 10 möglichen Ringen erreicht. In die Schießsportabteilung hat er auch gleich seine Eltern und den jüngeren Bruder Steffen mitgenommen. Nur Anne, die sechsjährige Schwester, wird noch etwas warten müssen, bis die Familie auch dort komplett ist. Michael Kammann möchte nach seinem Abschluss an der ElisabethSelbert-Realschule in Büttgen zum LeoStatz-Berufskolleg in Düsseldorf wechseln, um sich dort auf einen kaufmännischen Beruf vorzubereiten.

Minister Sebastian Piron hat als Edelknabenkönig des Jahres 2007 schon Erfahrung als Repräsentant der Bruderschaft. Der 15-jährige Schüler besucht das Quirinus-Gymnasium in Neuss, das er mit dem Abitur verlassen möchte. In seiner Freizeit trifft er auf dem Schießstand der Scheibenschützen seinen „Chef“, den amtierenden Schülerprinzen, spielt mit dem Computer oder vertieft sich in ein gutes Buch.

Für Jobst-Heinrich von Dewitz bedeutet das Jahr 2010 einen Höhe- und Wendepunkt in seinem Leben. Als Minister des Schülerprinzen darf er das Schützenfest an exponierter Stelle erleben. Doch danach heißt es Abschied nehmen, weil seine Familie nach Süddeutschland zieht. Dort will er seine Schullaufbahn mit dem Abitur beenden und wird hoffentlich Büttgen nicht vergessen.

Gegen das Vergessen hilft die enge Freundschaft der Drei, die in ihrem Schützenzug, den Tellschützen, begründet und gefestigt wurde. Später möchten sie den Zug der Scheibenschützen auf der Straße verstärken und zur Verjüngung beitragen. Bis zum Höhepunkt ihrer Regierungszeit Ende Juni wollen Michael, Sebastian und Jobst-Heinrich ihr Amt genießen und möglichst viele andere Schützenfeste besuchen.

Auch interessant

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast. Optionales Login unten.

Copyright © 2017 St. Sebastinaus Schützenbruderschaft Büttgen. Alle Rechte vorbehalten.