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Unterwegs zwischen Kreuz und Halbmond

Reisebericht Bruderschaftsreise nach Albanien

Vom 26. September bis zum 6. Oktober hat unsere Bruderschaft eine zwölftägige Rundreise durch Albanien unternommen. Unter der Leitung von Ehrenbrudermeister Ludger Heintz lernten 35 Teilnehmer ein weitgehend unentdecktes Land mit zahlreichen Facetten kennen. Albanien bestach alle mit unberührter Natur, imposanten Gebirgszügen, atemberaubender Küste sowie historischen Kulturstätten.
Die abwechslungsreiche Geschichte Albaniens lernten wir in den drei UNESCO-Weltkulturerbestädten Berat, die Stadt der tausend Fenster, Gjirokaster, auch bekannt als Stadt der Steine wegen seine Steindächer und Kieselsteinstraßen und Butrint kennen.

In Berat besichtigten wir die einzige Altstadt mit Zitadelle und die Marienkathedrale mit ihren Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert. Sehr interessant und informativ war die Besichtigung der Junggesellen-Moschee und der Königs-Moschee. Gjirokaster hingegen wird auch als die städtebauliche Perle des Balkans aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Bezeichnend, wovon wir uns selbst überzeugen konnten. Hier besuchten wir das Geburtshaus des Diktators Enver Hoxha. Und in Butrint sahen wir im archäologischen Park inmitten reicher Mittelmeervegetation und exotischen Eukalyptusbäumen die antiken Ausgrabungen. In Kruja nahe Tirana besichtigten wir die Skanderbeg-Festung, von wo aus der albanische Nationalheld Gjergi Kastrioti „Skanderbeg“ im 15. Jahrhundert den Widerstand Albaniens gegen die Türken führte.

Auf den Fahrten zu den einzelnen Besichtigungen ging es über enge, steile Bergpässe, schmale Straßen und durch urige Bergdörfer. Hier sahen wir häufig das ursprüngliche Leben, in dem wir an Eselskarren mit dem Tagesertrag vorbei fuhren. Einen Abstecher nach Mazedonien mit einem Gang durch Ohrid an seinen Jahrmillionen alten See und den vielen Kirchen, Klöstern und Moscheen sowie das damalige und heutige Leben der Menschen wurde uns durch die lebhaften und unterhaltsamen Erklärungen unseres Führers Naum nahe gebracht.

Die Städte Saranda und Durres zeigen stark, wie immens sich der Tourismus in Albanien ausbreitet. Leider nicht zum Vorteil, da es jetzt schon große Bausünden wie auf Mallorca gibt.
Am Ende der Reise konnten wir an einem deutschen Gottesdienst in der katholischen Kathedrale in Tirana teilnehmen. Im Anschluss gab es ein interessantes Gespräch mit dem Priester und den in Albanien tätigen Ordensschwestern. Sie erläuterten uns wie es um das Christentum in Albanien bestellt ist und welche Opfer im 20. Jahrundert unter Enver Hoxha von allen Religionen erbracht worden sind.

Was bleibt in Erinnerung? Zahlreiche Neubauten von Moscheen und Kirchen zeugen von der wieder gewonnenen Religionsfreiheit Anfang der 1990er Jahre und des 21. Jahrhunderts. Die Bewohner Albaniens sind stolz auf ihr Land und freuten sich, uns als ihre Gäste aufzunehmen. Es ist ein Land mitten im Aufbruch mit vielen Bautätigkeiten und aufstrebenden wirtschaftlichen Angeboten. Vor allem aber ist es ein Land mit einer tiefen Achtung für Andersgläubige. Ob katholischer oder orthodoxer Christ, Moslem oder Bektaschi, ein jeder achtet die Freiheit des anderen, das für ihn Richtige zu glauben. Hier können wir viel von der Ausgeglichenheit der Menschen miteinander auch im alltäglichen Leben lernen.

Albanien ist auf jeden Fall eine Reise wert.

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Autor

Ludger Heintz, 1. Brudermeister

Heintz, Ludger

Ehrenbrudermeister

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