St. Sebastianus Schützenbruderschaft         
Büttgen e.V.         

gegr. 1415         

Neue Heimatkundliche Schrift erschienen: „Evangelisches Leben in Büttgen“

| Stefan Reinelt | News

Nach den letzten Klängen des Kirchenliedes gab es am Pfingstsonntag bei der evangelischen Kirchengemeinde in Büttgen eine Premiere: Der Arbeitskreis „Heimatkunde“ der St.- Sebastianus-Schützenbruderschaft stellte mit Heft 38 seine neueste heimatkundliche Veröffentlichung vor. Zeitpunkt und Ort waren nicht zufällig gewählt worden: Die Gemeinde feiert das 40-jährige Bestehen der Johanneskirche und Autor Ortwin Leitzke ist langjähriger Presbyter gewesen.

Wer die Geschichte der evangelischen Kirchengemeinden im Rhein-Kreis Neuss – insbesondere in Büttgen und ihre über 200-jährige Entwicklung kennen lernen möchte – findet im neuen Heft der Heimatkundlichen Schriftenreihe eine aufschlussreiche Informationsquelle. Sie greift die ersten Anfänge evangelischen Lebens im katholischen geprägten Rheinland auf und spannt einen weiten Bogen bis zur heutigen Situation des evangelischen Christentums am linken Niederrhein, dessen erste Anfänge die evangelische Kirche „Marienberg am Glockhammer“ in Neuss war. Napoleon hatte die zuvor katholische Kirche am 20. Januar 1802 den im Kreis Neuss verstreut wohnenden, wenigen evangelischen Gläubigen geschenkt. Der damalige alleinige Pfarrer hatte noch 1871 nicht weniger als zwölf „Civilgemeinden“ des Landkreises zu betreuen. Diese Situation änderte sich schlagartig mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Zustrom der vertriebenen evangelischen Christen aus den deutschen Ostgebieten.

Mit großer Akribie und zahlreichen Detail-Informationen zeichnet der ehemalige Presbyter Ortwin Leitzke auf 75 Seiten das Wachsen der evangelischen Kirchengemeinden im Landkreis Neuss und deren organisatorischen Aufbau nach. Dabei stehen vor allem die Errichtung der Auferstehungskirche in Kaarst 1963, der Lukaskirche in Holzbüttgen 1966 und der Büttger Johanneskirche 1955 bis 1980 an der Sebastianusstraße und seit 1980 nach dem Neubau an der Novesia-/Ecke Kölner Straße im Mittelpunkt.

Ein besonderes Augenmerk richtet Leitzke auf die wechselvolle Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde in Büttgen, die im Kinderheim an der Sebastianusstraße begann und mit dem Kirchenneubau an Novesiastraße ihren Abschluss gefunden hat.

Im März 1979 war mit dem Bau begonnen worden, der im November 1980 mit Präses Karl Immer feierlich eröffnet wurde, sodass die Kirche jetzt ihr 40-jähriges Bestehen feiern kann. Ausführliche Beschreibungen der unter Beteiligung von Büttger Künstlern modern und anspruchsvoll ausgestalteten Kirche und das vielfältige evangelische Gemeindeleben sowie Beispiele für die nahtlose Integration der evangelischen Mitbürger in das öffentliche Leben in Büttgen und Kaarst runden das mit zahlreichen Dokumenten und Farbfotos ausgestattete Heft ab. Es ist zum Preis von 6 Euro in den Kaarster Büchereien und Buchhandlungen, über die Bruderschaft bei Siegfried Hämel sowie beim Autor Ortwin Leitzke erhältlich.


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