St. Sebastianus Schützenbruderschaft         
Büttgen e.V.         

gegr. 1415         
Regimentsoberst Reinhard Block (li.) mit seinem Adjutanten Karl Roeben

Zehn Jahre Oberst der Büttger Schützen

| Stefan Reinelt | News

Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Büttgen feiert in diesem Jahr kein Schützenfest. Dieses Schicksal teilt sie mit vielen anderen Kameraden in den Nachbarortschaften. Ihr Oberst Reinhard Block hätte Ende Juni das Regiment in seinem zehnten Amtsjahr angeführt. Ein Jubiläum, das aufgrund von Corona nun nicht stattfinden kann. „Als die Absage feststand, habe ich nicht an mein persönliches Jubiläum gedacht. Es wird darüber zwar geredet, aber was ich vor allem bedauere, ist, dass keine Gemeinschaft stattfinden kann. Dass man die Leute aus dem Dorf nicht treffen kann oder Menschen, die man lange nicht mehr gesehen hat“, sagt Reinhard Block. Die Absage hält er allerdings für vernünftig und nichts anderes sei zu verantworten gewesen. „Es wäre kein unbeschwertes Feiern in diesem Jahr möglich gewesen“, so Büttgens Regimentsoberst.

Seit dem Jahr 2000 ist Reinhard Block Mitglied in der Bruderschaft. Eigentlich begleitete er damals nur seine Tochter zum Reiten und stieg dann selber mal in den Sattel. Dort bewies er sich nicht ganz ungeschickt, sodass er zu einer Mitgliedschaft im Reitercorps überzeugt werden konnte. Dem Schützenbrauchtum zugeneigt war er sowieso schon, denn seit 1976 marschiert er in Neuss als Grenadier mit. Als einige Jahre später ein Platz in der Büttger Regimentsführung frei wurde, übernahm er zunächst den Posten als Adjutant von Grenadiermajor Günter Esser. Der damalige Oberst Hubert Dickers hatte ihn wohl schon damals besonders im Blick. Bei den Umzügen ließ er ihn manche Meldung machen, um zu schauen, wie er sich bewährt und ob er sich für höhere Aufgaben empfehlen würde.
Als Dickers sich vom Amt zurückzog, wurde Reinhard Block 2010 ohne Gegenstimme zum neuen Oberst gewählt. Zu dessem alten und neuen Adjutanten wurde Karl Roeben ernannt – wie es ihm der neue Regimentschef zuvor versprochen hatte. „Niemand hat so viel Know-how in der Regimentsführung wie er. In meinem ersten Jahr war ich natürlich nervös, doch eigentlich hätte das gar nicht sein müssen, denn Karl Roeben war damals und ist bis heute der ruhende Pol unter uns und schließlich lief alles wie am Schnürchen“, erzählt Block.

Auf der einen Seite die Tradition wahrend, möchte der Oberst trotzdem in kleinen Nuancen mit Neuerungen den Festablauf zeitgemäß gestalten. Oft seien diese auf Ideen des heutigen Vize-Präsidenten Ingo Thurow zurückzuführen, wie Reinhard Block betont. So wurden mehrmals Zugwege optimiert, um Standzeiten der Schützen zu verkürzen. Auch der Königs- und Oberstehrenabend hat sich seit seiner Amtsübernahme stark verändert. „Seine Durchführung liegt mir besonders am Herzen. Ich finde es wichtig, dass der Oberst nah an den Schützen ist“, sagt er. Früher hatte dieser nach dem Umzug seine Gäste zu sich nach Hause eingeladen und viele Schützenzüge sind auch lieber in die Kneipe gegangen. „Jetzt kommen wir alle ins Zelt zurück, und mit dem Engagement eines DJs lassen alle Schützen den Abend nun gemeinsam ausklingen“, berichtet Reinhard Block. Dadurch ist der Königs- und Oberstehrenabend zu einem ersten Highlight der Festivitäten zur Büttger Kirmes geworden.


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