• Schützenfest
  • Der König
  • König Dirk II.- bekommt neue Einblicke
5.0/5 rating 1 vote

König Dirk II.- bekommt neue Einblicke

Mal die Persepektive wechseln! Diese Überlegung veranlasste König Dirk II., sich für das Jahr 2018 spontan als Kandidat für den Wettbewerb um die Königswürde in die Schießliste einzutragen. Mit dem 48. Schuss erfüllte sich sein Traum.

Vom Rücken eines Pferdes aus hat auch ein Hubertusmajor immer den besten Blick auf das jährliche Schützenfestgeschehen mit bunten Bildern, fröhlicher Stimmung und positiven Eindrücken. Schützen aller Corps und der Gesellschaften in Reih und Glied, Ehrengäste, der Hofstaat und unsere Majestäten. Dieses immer wieder schöne Bild ließ auch bei Dirk Heiertz mit der Zeit den Wunsch reifen, selbst einmal die Königswürde in Büttgen zu erlangen. Spontan, natürlich mit Rückendeckung seiner Lebensgefährtin Silvia, war nicht nur Dirks Entschluss, spontan waren auch die Zusagen seiner Minster Kai Feldmann und Hans-Hubert Schmitz, die selbstverständlich auch ihre Spontaneität mit Ehefrau bzw. Lebensgefährtin zuvor abstimmten.

Gemischtes Königshaus

Basierend auf der im gemeinsamen Engagement in der Regimentsführung begründeten freundschaftlichen „Verbundenheit“ zwischen Dirk und Kai und der persönlichen Nähe zu Hans-Hubert wird das Königshaus nun von einem regimentsübergreifenden Dreier-gespann aus Mitgliedern der Hubertusschützen, des Jägercorps und der Regimentsführung gebildet. Kai, als amtierender Jägermajor-Adjutant und auch Hans-Hubert sind im „Unter uns“ beheimatet. So wundert es nicht, dass sich bei der engen Verbundenheit mit dem Jägerzug „Dat send se“ diese beiden Schützenzüge gerne auch als Ehrenzüge für einen Hubertusschützen zur Verfügung stellten.

Ein Neusser in Büttgen

1970 in Neuss geboren, verbrachte Dirk die ersten drei Lebensjahre in Kaarst, bevor er dann mit den Eltern auf die Neusser Furth zog. Hier entdeckte er mit neun Jahren die Liebe zur Marschmusik und war bis zum 16. Lebensjahr aktives Mitglied im Bundesfanfarenkorps Neuss-Furth. Wie sich seine heutigen Künste mit der Fanfare und dem Großen Horn anhören ist nicht überliefert. Im Jahr 1997 zog es ihn dann nach Büttgen. Sohn Phillipp, heute als gelernter Koch in der Schweiz lebend, ließ es sich 1999 nicht nehmen, schon im ersten Mitgliedsjahr Hubertusknabenkönig zu werden.

Dies veranlasste den damaligen Hubertusmajor Heinz Kampermann zu der deutlichen Ansage: “Das geht nicht, dass der Sohn mitläuft und der Vater nicht!” Fortan war Dirk Mitglied der St. Hubertus-Schützengesellschaft Büttgen. Der jüngere Sohn Eric ist Mitglied des Hubertuszuges “Immer joot drop”. Als gelernter Speditionskaufmann ist Dirk bis heute in dieser expandierenden Branche mittlerweile als Prokurist bei einem dänischen Logistikkonzern tätig. Mit Silvia Kotzian-Kaesgen steht unserer Majestät eine echte Kaarsterin als Königin zur Seite. Aus einem landwirtschaftlichen Betrieb stammend und dort heute noch mit ihren beiden Kindern lebend, erlernte sie selbst schon als Kind den Umgang mit Pferden. Da überrascht es nicht, dass sie eine begeisterte Reiterin ist. Einen Bezug zu Büttgen besteht auch über ihren Bruder Peter, ist dieser doch mit einer echten Büttscherin verheiratet.

Der König und die Regimentsführung

Die Gepflogenheiten bei der Besetzung der Spitzenämter im Hubertuskorps unterscheiden sich von den bei den Grenadieren und Jägern. Die Hubertusschützen schlagen der Jahreshauptversammlung der Bruderschaft in Abstimmung mit der Regimentsführung ihren Major und Adjutanten zur Wahl vor. Bei Dirk und seinem langjährigen Adjutanten Marcel Pitsch war es anders; sie hat man der Regimentsführung „quasi aufs Auge gedrückt“. Rückwirkend betrachtet, zum Glück, denn daraus haben sich Freundschaften entwickelt, die wichtig sind, wenn ein Oberst die Aufgabe hat, gemeinsam mit den Majoren und Adjutanten ein Regiment zu führen. Die Worte „gemeinsam“und „Freundschaft“ sind dabei nicht nur Worthülsen, sondern werden gelebt. Tatsächlich ist die Freundschaft, welche die Mitglieder der Regimentsführung verbindet, das wichtigste Element, um „gemeinsam“all die Aufgaben, welche rund ums Schützenfest erledigt werden müssen, auch erledigen zu können. Eine Kleinigkeit verbindet die Männer dann darüber hinaus auch noch miteinander - ein gemeinsames Hobby - die Reiterei. Natürlich war es Dirk klar, dass er reiten muss und dass die Tiere, auf denen man sitzt, auch tatsächlich lebendig sind. Soweit zur reiterlichen Erfahrung des diesjährigen Königs.

Aber in diesem Fall gelang es der Regimentsführung, wie immer gemeinsam, Dirk davon zu überzeugen, dass Pferde und Reitsport ab sofort auch seine Hobbys sind und man Hobbys regelmäßig betreibt. Am Ende schaffte man es natürlich, Dirk zu einem (für Kirmesverhältnisse) passablen Reiter zu machen. Enorm geholfen und unterstützt hat bei dieser Aufgabe Dirks Lebensgefährtin und diesjährige Königin Silvia. Sie kann man durchaus als „Pferdeaffin“bezeichnen, verfügt über eigene Pferde und hat maßgeblich dafür gesorgt, dass Dirk heute einen ordentlichen „Sitz“ hat. Die Mitglieder der Regimentsführung werden Dirk, Kai und natürlich auch Marcel Pitsch, der berufsbedingt die Aufgaben in der Regimentsführung aufgeben musste, in diesem Jahr sehr vermissen.
Verbunden mit der Aussicht auf eine weiterhin harmonische und gemeinsame Zeit freuen sich alle Beteiligten auf ein gelungenes und freudiges Schützenfest 2018.

Auch interessant

Copyright © 2018 St. Sebastinaus Schützenbruderschaft Büttgen. Alle Rechte vorbehalten.