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25 Jahre Grenadierzug "Spätzünder"

Seit der Grenadierzug Spätzünder gegründet wurde, sind 25 Jahre vergangen. Der Initiative des Altbüttgers Edmund Eicker ist es zu verdanken, dass sich 1982 elf Neubürger, die das schöne Büttgen für sich und ihre Familien als Wohnsitz auserkoren hatten, zusammenfanden, der St. SebastianusBruderschaft beitraten, um künftig gemeinsam aktiv am Schützenfest teilzunehmen.

Die Gründungsversammlung fand am 16. Januar 1982 im Krinn'schen Keller auf der Mozartstraße statt. Anfängliche Zweifel oder gar Skepsis, ob man sich getreu dem Motto für "Glaube, Sitte und Heimat" zu einem Schützenzug zusammenschließen, ob man mit Frack, Zylinder und Holzgewehr an den Schützentagen vor dem König, der Königin und dem gesamten Hofstaat paradieren sollte, wurden durch Edmund Eickers überzeugende Worte über den Sinn solchen Tuns sehr rasch zerstreut. Kurzum: Seine Idee, auf diese Weise Neubürger in das gesellschaftliche Leben Büttgens zu integrieren, sie teilhaben und mitwirken zu lassen am althergebrachten, dörflichen Brauchtum, war von Erfolg gekrönt, worüber sich der bis dahin bei den "Braven" Aktive riesig freute.

Seither sind die "Spätzünder" eine "verschworene Gemeinschaft" geworden. Ihren Zugnamen wählten sie unter vielen Vorschlägen wohl deshalb aus, weil die "jungen" Schützen bei der Gründung alle schon zu den etwas älteren Jahrgängen zählten. Leider sind von den Gründungsmitgliedern inzwischen fünf verstorben: Edmund Eicker, der die ersten zehn Jahre Hauptmann des Zuges war, Wilhelm Krinn, der zehn Jahre die Uniform des Leutnants trug, ferner Walter Röpke, Hans Jürgen Mielke und Robert Weber. Im Laufe der Zeit kamen Neue hinzu, sodass der Zug der "Spätzünder" heute immer noch elf Mitglieder zählt.

Traurige und freudige Ereignisse

Aus dem Leben der "Spätzünder" gäbe es Vieles zu berichten. Ereignisse, die traurig stimmten, wie der Verlust der genannten fünf Freunde, Erlebnisse aber auch und die überwogen die fröhlich waren, Herz und Seele erfreuten, nicht nur die eigenen, sondern auch die anderer Menschen. Dazu zählte insbesondere wohl die großzügige Unterstützung der von der Bruderschaft angeregten Hüttenaktion, eine Spendenaktion für die Ärmsten der Armen in Brasilien, ferner die Mitwirkung im Verein zur Wiederherstellung des historischen Glockengeläuts von St. Aldegundis. Was immer wieder Freude machte, war der Rotweinstand der "Spätzünder", der Jahr für Jahr bei den Pfarrfesten aufgebaut wurde. Er fand in der Bevölkerung Büttgens stets großen Anklang, war Treffpunkt alter Bekannter, wie auch jener, die sich bis dahin fremd waren und zum ersten Mal auf ein freundschaftliches "Du" anstießen. Unvergessen im Kreise der "Spätzünder" sind auch die vielen Feste, vor allem das Schützenfest 1986, bei dem Edmund Eicker König war und das Neusser Schützenfest 2000, an dem die "Spätzünder" mit 20 weiteren Grenadieren aus Büttgen teilnahmen, weil dort das Zugmitglied Dieter Krüll, ein "Neusser Junge", als Schützenkönig regierte.

Romreise als eindrucksvollstes Erlebnis

Ein besonderes Erlebnis sind die jährlich stattfindenden Ausflüge, vor allem der nach Rom. Diese einwöchige Reise in die Ewige Stadt im Jahre 2004 war ohne Zweifel einer der Höhepunkte, wenn nicht das eindrucksvollste Erlebnis in den 25 Jahren des Grenadierzuges. Es waren Stunden, die jeden nachdenklich stimmten, in denen man brüderliche Gemeinschaft spürte, Stunden, die immer in Erinnerung bleiben werden.

Das Jahr 2007 ist ein Jubeljahr für die "Spätzünder" und das Königsjahr des Hauptmanns Siegfried Hämel. Gemeinsam mit seiner Königin Paula, seinen Ministern Heribert Küsters und Heinz-Werner Hermanns und mit Unterstützung des zweiten Ehrenzuges "Die Königs Braven" werden die "Spätzünder" das diesjährige Schützenfest gelassen und heiter feiern getragen von der Hoffnung, dass sie noch manches Jahr dabei sein können.

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