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...ich würde direkt nach Büttgen ziehen!

Mit diesem Ausspruch bringt der diesjährige Schützenkönig Siegfried I. Hämel seine Verbundenheit zu seinem Heimatdorf Büttgen zum Ausdruck. Und wie konnte er dies stärker unter Beweis stellen, als durch seinen Entschluss, am Schützenfestdienstag des vergangenen Jahres unter die Vogelstange zu treten. Dort schaffte es Siegfried I. mit dem 45. Schuss sich gegen seinen Mitbewerber durchzusetzen und die Regentschaft für das Schützenfest 2007 zu erlangen.

Schützenkönig im Jubiläumsjahr

Den Anstoß für die Teilnahme am Schießwettbewerb gab der Schützenzug unserer Majestät, der Grenadierzug „Spätzünder", der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Das Jubiläumsjahr sollte mit einem Schützenkönig aus den eigenen Reihen gekrönt werden. Die diesjährige Schützenkönigin Paula sagte gerne „Ja" und nach zuginternen Beratungen wurde die Bewerbung vom Hauptmann der „Spätzünder" in die Tat umgesetzt.

Dabei stand Siegfried I. dem rheinischen Schützenwesen keineswegs von Beginn an nur positiv gegenüber. Nachdem er im Jahre 1980 mit der Familie nach Büttgen gezogen war und sich zum ersten Mal das Schützenfest anschaute,  konnte er sich überhaupt nicht vorstellen mit Uniform und Holzgewehr im Stechschritt zu paradieren. Schützenfeste in seiner sauerländischen Heimat kannten solche Dinge nicht. Es ist wohl hauptsächlich der Überzeugungskraft von Edmund Eicker, dem Initiator zur Gründung des Zuges, zu verdanken, dass unsere diesjährige Majestät bereits im Jahre 1982 zusammen mit weiteren Neubürgern als Grenadier über die Driescher Straße marschierte.

Heimat in Attendorn

Große Freude nach dem Königstreffer

Der in Attendorn aufgewachsene Industriekaufmann fand im Sauerland auch seine große Liebe Paula, die aus Olpe stammt und dort zunächst als Einzelhandelskauffrau und später im Bankbereich arbeitete. Siegfried I. und seine Königin zogen berufsbedingt insgesamt sechsmal um, bevor die Familie Hämel mit den beiden Kindern Georg (36) und Rike (30) in Büttgen ein „echtes" Zuhause fand. Königin Paula engagierte sich hier bald ehrenamtlich,  u.a. als Vorsitzende im Jugendausschuss, und ist zudem als stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende aktiv. Beruflich führte sie über Jahre ein Einzelhandelsgeschäft in Neuss.

Siegfried Hämel hat einen BWL-Abschluss und war viele Jahre in der Automobilbranche tätig. Er arbeitet heute als Medienberater eines großen Verlagshauses. Im Schützenwesen hat der Hauptmann der „Spätzünder" im Vorjahr das Amt des stellvertretenden Brudermeisters übernommen. Die Majestät misst dem kirchlichen Leben eine große Bedeutung bei und ist u.a. seit Jahren im Kirchenchor aktiv.

Das Königspaar hatte keine Berührungsängste mit dem Winterbrauchtum

Im Königsjahr nimmt das Königspaar mit den Ministerpaaren alle Einladungen zu Brauchtumsveranstaltungen in Büttgen und Umgebung wahr. „Das muss man alles erlebt haben!", so die Büttger Repräsentanten wie aus einem Mund. In Erinnerung ist dem Schützenkönig hier besonders der Reiterball, das „toll organisierte Bundesschützenfest in Kaarst", aber auch die Karnevalsaktivitäten der „5 Aape" wie die Prunksitzung, der Rosenmontagszug oder das Fischessen am Aschermittwoch. „Aber das Schönste ist, jeden Tag neu die Mitfreude der Büttger Bevölkerung zu spüren!", so ein Ausspruch von Siegfried I.

Das Königspaar ist ganz offensichtlich in Büttgen zuhause. Dennoch merkt man den gebürtigen Sauerländern die Verbundenheit zur alten Heimat noch an. So spricht Siegfried I. durchaus mit Respekt von den Schützenfesten in Attendorn und Olpe. Er wünscht sich jedoch für die dortigen Feste die Lockerheit der Rheinländer und die hier anzutreffende Buntheit der Uniformen. Doch auch die Rheinländer können aus seiner Sicht etwas von den Sauerländern lernen: „Dort gibt es nur wenige und zudem kurze Reden!", verrät Siegfried I. mit einem Augenzwinkern.
Ein weiterer Beweis für die gute Verbindung zur Heimat ist die Tatsache, dass die über 90-jährige „Königin Mutter" sowie der Schwager und die Schwägerin mit den beiden Patenkindern des Königspaares zum Schützenfest aus Olpe anreisen. Gemeinsam mit Tochter Rike, dem im Grenadierzug „Knapp bei Kasse" aktiven Sohn Georg, der „Lieblingsschwiegertochter" Bianca und nicht zu vergessen dem Tibet-Terrier „Balou" freut sich die Großfamilie Hämel zusammen mit den beiden Ehrenzügen „Spätzünder" und „Die Königs Braven" auf ein schönes und unvergessliches Schützenfest 2007, das endgültig besiegeln soll: „Es war richtig, nach Büttgen zu ziehen!"

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